Wenn Michi ein Paar High Heels sieht, das sie begeistert, sehe ich es sofort. Dann geht es nicht nur um einen Schuh. Es geht um Farbe, Form, den Absatz, die Linie – und um dieses besondere Gefühl, das Mode auslösen kann.
High Heels machen Michi Freude. So einfach ist das. Sie trägt sie nicht, weil eine Frau das angeblich tun müsse. Sie trägt sie auch nicht für irgendeine Erwartung von außen. Sie trägt sie, weil sie zu ihr gehören und weil sie sich darin gefällt.
Gleichzeitig fällt uns auf: Im Alltag begegnen uns hohe Absätze immer seltener. In der Stadt dominieren Sneaker, flache Schuhe und praktische Sohlen. Ist das nur Bequemlichkeit? Hat sich unser Zeitgeist verändert? Sind High Heels unpraktisch geworden – oder schauen wir heute einfach bewusster auf unsere Gesundheit?
Als wir uns kennenlernten, waren 10 bis 15 Zentimeter normal
Als Michi und ich uns kennenlernten, lief sie auf High Heels mit ungefähr 10 bis 15 Zentimetern Absatz. Nicht nur für ein Foto und nicht bloß für eine halbe Stunde: Zehn Stunden am Tag waren für sie damals überhaupt kein Problem.
Sie war viele Jahre und Jahrzehnte daran gewöhnt. Ihr Gang, ihre Haltung und ihr Gefühl für diese Schuhe hatten sich entwickelt. Wer Michi damals erlebt hat, hätte kaum gedacht, dass diese Höhe für sie etwas Besonderes war.
Heute ist es anders. Michi kann und möchte nicht mehr den ganzen Tag auf extrem hohen Absätzen laufen. Ihre Liebe zu High Heels ist geblieben, aber sie geht heute anders damit um. Inzwischen achtet sie stärker auf Komfort, Passform und darauf, was an einem Tag wirklich geplant ist.


Der zweite Schuh reist heute mit
Wenn wir einen ganzen Tag in der Stadt verbringen, hat Michi meistens ein zweites Paar Schuhe dabei. Für längere Wege trägt sie etwas Flaches; am Abend, im Restaurant, im Hotel oder für einen besonderen Moment wechselt sie in ihre High Heels.
Das ist kein Abschied von ihrem Stil. Es ist eine Lösung, die zu unserem heutigen Alltag passt. Man muss sich nicht zwischen Liebe und Vernunft entscheiden, wenn beides in eine Tasche passt.
Gerade München ist für feine Absätze nicht immer ein freundlicher Ort. Auf Kopfsteinpflaster läuft es sich schwieriger, und ein schmaler Absatz kann schnell beschädigt werden. Manche Schuhe sind dafür schlicht zu schade. Auch Treppen, längere Wege und spontane Planänderungen spielen eine Rolle.

Heute bedeutet High Heels tragen für Michi nicht mehr: um jeden Preis. Es bedeutet: im richtigen Moment und mit echter Freude.
Was unsere Community dazu sagt
Unter unserem Instagram-Post entstand eine breite und erstaunlich faire Diskussion. Die Kommentare wurden für diesen Artikel ausschließlich thematisch ausgewertet. Namen und Profilangaben übernehmen wir nicht; die folgenden Stimmen sind bewusst anonymisiert und sinngemäß formuliert.
Früher gehörten hohe Schuhe fast täglich zu mir. Heute trage ich sie nur noch zu besonderen Anlässen.
Mit Kind, Hund und langen Wegen brauche ich Schuhe, die zuverlässig durch meinen Alltag kommen.
High Heels verändern meine Haltung und geben mir ein besonderes Gefühl von Weiblichkeit und Selbstbewusstsein.
Seit meine Füße Probleme machen, geht Gesundheit vor – auch wenn ich hohe Schuhe noch immer wunderschön finde.
Wer High Heels liebt, soll sie tragen. Wer flache Schuhe bevorzugt, genauso.
Die Stimmen wurden anonymisiert und sinngemäß wiedergegeben.
Viele beschrieben denselben Wandel wie Michi: Die Freude ist noch da, aber die Gelegenheiten sind seltener geworden. Manche tragen High Heels weiterhin täglich und empfinden gut passende Modelle nicht als unbequem. Andere mussten nach Schmerzen oder Operationen vollständig auf flache Schuhe umsteigen.
Auffällig war auch, wie oft Alltagsthemen genannt wurden: Kinder, Hund, Beruf, weite Wege und Zeitdruck. Der Rückgang der High Heels lässt sich deshalb kaum mit einem einzigen Modetrend erklären. Unser Leben und unsere Erwartungen an Schuhe haben sich ebenfalls verändert.
Der Sneaker hat Mode und Alltag zusammengebracht
Früher wirkte ein Sneaker zu Kleid, Rock oder Anzug für viele wie ein Stilbruch. Heute ist genau dieser Kontrast selbstverständlich. Sportliche Schuhe sind längst nicht mehr nur für Training oder Freizeit gedacht; sie werden mit fast allem kombiniert.
Das bedeutet nicht, dass der High Heel aus der Mode verschwunden ist. Schuhformen wechseln seit Jahrhunderten zwischen praktisch, repräsentativ und bewusst extravagant. Das Londoner Victoria and Albert Museum zeigt in seiner Schuhgeschichte über mehr als 3.000 Jahre, wie Absatzhöhe, Form und Material immer wieder kommen, gehen und neu interpretiert werden.
Externer Link zur Schuhgeschichte des Victoria and Albert Museum – erst ein Klick öffnet die externe Seite.
https://www.vam.ac.uk/articles/a-history-of-shoes
Vielleicht hat der Sneaker vor allem unsere Erwartungen verändert. Ein Schuh darf heute bequem sein und trotzdem als modisches Statement gelten. Wer morgens flach losgeht, muss seinen Stil deshalb nicht an der Haustür abgeben.
Schuhe, die Michi Freude machen
Was sagt die medizinische Forschung?
Gesundheitliche Bedenken sollte man weder dramatisieren noch wegwischen. Eine systematische Auswertung im Fachjournal BMJ Open fand Zusammenhänge zwischen dem Tragen hoher Absätze und Hallux valgus, Beschwerden des Bewegungsapparats sowie Verletzungen. Für Arthrose war die damalige Evidenz dagegen nicht eindeutig. Die Forschenden betonten zugleich, dass die Studien sehr unterschiedlich waren und sich Absatzhöhe, Absatzform und Tragedauer nicht ohne Weiteres vergleichen ließen.
Externer Link zur systematischen Übersichtsarbeit bei BMJ Open – erst ein Klick öffnet die externe Seite.
https://bmjopen.bmj.com/content/6/1/e010053
Eine spätere systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass High Heels Biomechanik und Gleichgewicht der unteren Extremitäten messbar verändern können. Auch hier bleiben Fragen offen – insbesondere zu unterschiedlichen Schuhformen und langfristigen Folgen.
Externer Link zur Meta-Analyse – erst ein Klick öffnet die externe Seite.
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10120101/
Interessant ist, dass nicht jede Untersuchung dieselben Folgen findet: Eine kontrollierte Studie mit 197 Frauen stellte bei langjährigen Trägerinnen keine signifikant häufigeren Fußdeformationen fest, wohl aber mehr Schmerzen und Hornhaut.
Externer Link zur Kohortenstudie bei PubMed – erst ein Klick öffnet die externe Seite.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27810021/
Dieser Artikel kann keine individuelle medizinische Beratung ersetzen. Wer Schmerzen, Unsicherheit beim Gehen oder andere Beschwerden hat, sollte das fachlich abklären lassen. Michis Erfahrung ist persönlich – sie ist keine allgemeine Empfehlung.
High Heels sind für Michi keine Pflicht
Vielleicht ist genau das der Punkt, der in der Diskussion manchmal verloren geht. High Heels können ein Symbol für gesellschaftlichen Druck sein, wenn Frauen sie tragen sollen. Sie können aber ebenso Ausdruck persönlicher Freiheit sein, wenn eine Frau sie aus eigener Freude wählt.
Bei Michi ist es diese freiwillige Freude. Sie liebt hohe Sandaletten, klassische Pumps, besondere Verzierungen und Absätze, die einen Look verändern. Sie weiß heute zugleich besser, wann ein flacher Schuh die klügere Wahl ist.


Ein Tag in München darf deshalb in bequemen Schuhen beginnen und auf High Heels enden. Das ist kein Widerspruch. Es ist vielleicht die moderne Form einer alten Liebe.
Tragt ihr noch High Heels im Alltag?
Sind hohe Absätze für euch Freude, besondere Gelegenheit oder längst Vergangenheit? Haben Sneaker euren Alltag erobert – oder gehört ein Paar High Heels für euch weiterhin selbstverständlich dazu? Schreibt uns eure Erfahrungen in die Kommentare.
Gesundheitshinweis: Der Artikel beschreibt persönliche Erfahrungen und ordnet ausgewählte Studien allgemeinverständlich ein. Er ersetzt keine ärztliche Diagnose oder individuelle medizinische Beratung.
Transparenzhinweis: Der Text wurde mit Unterstützung von MichiAI und Codex redaktionell ausgearbeitet. Persönliche Erlebnisse, Bilder und Wertungen stammen von Michaela und Silvio Hoppe. Die Community-Stimmen wurden anonymisiert und sinngemäß wiedergegeben; die Endfassung wurde von Silvio geprüft und freigegeben.







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