Michi hat unseren Freunden im Laufe der vergangenen Jahre immer wieder von der damaligen Spuknacht erzählt. Von den verschiedenen Stationen, unseren Erlebnissen und dem Foto, das mich so lange beschäftigt hat. Das machte sie neugierig. Auch unsere Freunde hatten bereits eigene Erlebnisse, für die sie keine Erklärung gefunden hatten, und wollten nun selbst an einer solchen Nacht teilnehmen.
So entstand der Wunsch, gemeinsam nach Schloss Fürsteneck zu fahren. Für mich war damit eine Frage verbunden, die ich lange schon beantwortet geglaubt hatte: Würde ich mich noch einmal darauf einlassen?
Ein Abend, der mich monatelang beschäftigte
Halloween 2015 war ich zum ersten Mal bei einer Spuknacht auf Schloss Fürsteneck. Wir besuchten verschiedene Stationen und erlebten Dinge, für die ich damals keine Erklärung hatte. Einige dieser Momente empfand ich als Kontakt zu einer Welt, von der ich bis dahin nichts gewusst hatte.
Ich hatte mich vorher kaum mit solchen Themen beschäftigt. Entsprechend unvorbereitet traf mich das, was wir dort erlebten. Besonders ein Foto ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben.
Ein Torbogen. Mehrere Bilder. Und plötzlich dieses eine Foto.
Als wir aus dem Eiskeller kamen, fotografierte ich mit meiner Spiegelreflexkamera einen Torbogen. Einfach mehrere Aufnahmen hintereinander: klick, klick, klick.
Auf einem Bild war der Torbogen ganz normal zu sehen. Auf dem nächsten erkannte ich etwas, das für mich wie ein Totenkopf im Bogen aussah. Davor eine helle Gestalt, die mich an eine weiße Frau erinnerte. Ich konnte auch eine Hand erkennen. Es wirkte auf mich, als würde sich diese Gestalt vor dem Kopf bewegen oder davon wegfliegen.
So habe ich dieses Bild wahrgenommen – und so ist es mir in Erinnerung geblieben. Der Veranstalter verwendete das Foto nach meiner Erinnerung anschließend jahrelang auf seiner Website als besonderes Motiv und reichte es bei den Spuknächten als Anschauungsmaterial herum.
Für mich war die Sache damit allerdings längst nicht erledigt. Die Erlebnisse beschäftigten mich über Wochen und Monate. Ich empfand das damals als ein kleines Trauma. Mein Entschluss stand fest: Ich wollte nie wieder so eine Spuknacht erleben.
Warum ich meine Meinung geändert habe
In den vergangenen Jahren kamen neue Erfahrungen hinzu. Auch in unserer eigenen Wohnung haben wir Dinge erlebt, die wir uns nicht erklären konnten. Wir hatten die Wohnung komplett kernsaniert; das Haus selbst ist mehrere hundert Jahre alt.
Diese Erlebnisse brachten mich dazu, mich näher mit möglichen paranormalen Ereignissen und der Vorstellung einer parallelen Welt auseinanderzusetzen. Ich habe darauf bis heute keine fertigen Antworten. Aber mein Umgang damit hat sich verändert. Was mich früher lange erschreckte, kann ich heute mit mehr Abstand betrachten.
Als aus Michis Erzählungen schließlich der Plan für einen gemeinsamen Besuch wurde, konnte ich deshalb sagen: Ich komme mit. Wieder Schloss Fürsteneck. Wieder dieser Ort, mit dem ich so viel verband.
Am 19. September 2026 waren wir dort. Zwischen meiner ersten Spuknacht und dieser Rückkehr lagen fast elf Jahre.
Teil 1 · Zurück im Schloss
Unser Abend beginnt mit der Ankunft, gemeinsamem Essen und der Geschichte des Schlosses. Bevor wir die einzelnen Stationen besuchen, wird im Schlosshof die Erzählung um die weiße Frau szenisch dargestellt.
Dann geht es hinauf auf den Dachboden. Dort probieren wir unter anderem die Wünschelruten aus. Im Video seht ihr mich mit den Ruten in den Händen – und hört, wie ich während des Versuchs mehrfach sage, dass ich selbst nichts mache. Bei Michi fällt die Reaktion anders aus.
Gerade dieser Vergleich gehört für uns zu dem Abend: Wir probieren etwas aus, beobachten, reagieren und fragen weiter. Der erste Film nimmt euch mit vom Ankommen bis zu diesen ersten Versuchen.
Die Ruten bewegen sich
Von der Ankunft im Schlosshof bis zu den ersten Versuchen auf dem Dachboden. Silvio und Michi probieren die Wünschelruten aus.
2:29 Minuten · Schloss Fürsteneck
Originalaufnahmen · 19. September 2026
Ton und Vollbild im Player. Video einzeln öffnen
Teil 2 · Gibt es eine Welt neben unserer Welt?
Im Eiskeller steht ein Messgerät im Mittelpunkt. Wir stellen Fragen und beobachten die Anzeige. Für den Versuch wird vereinbart, einen Anstieg über 0,30 µSv/h als ein Ja zu deuten. In den Gesprächen hört ihr dafür die Kurzform „über 30“.
Wir fragen unter anderem, ob das angesprochene Gegenüber gerne an diesem Ort ist und ob es eine andere Welt neben der unseren gibt. Gerade diese letzte Frage beschäftigt mich. Die wechselnden Anzeigen und das, was währenddessen gesagt wird, könnt ihr im zweiten Film selbst verfolgen.
Für uns fühlte sich der Versuch wie ein Austausch an. Wir deuteten die Reaktionen als Antworten – auch auf die Frage nach einer anderen Welt. Das beschreibt unser Erleben in diesem Moment. Eine Messwertänderung allein belegt keine parallele Welt; welche Ursache sie hatte, können wir aus der Aufnahme nicht feststellen.
Trotz dieser offenen Frage war das für uns eine eindrückliche Station. Am Ende bedanken wir uns für die Antworten und die Energie, die wir in dieser Situation wahrgenommen haben.
Eine andere Welt?
Im Eiskeller stellen wir Fragen und beobachten das Messgerät. Ein Versuch, der uns besonders in Erinnerung geblieben ist.
2:32 Minuten · Schloss Fürsteneck
Originalaufnahmen · 19. September 2026
Ton und Vollbild im Player. Video einzeln öffnen
Teil 3 · Gemeinsam fragen. Gemeinsam staunen.
Im dritten Film sitzen wir gemeinsam am Board. Unsere Finger liegen an einem Glas, wir stellen Fragen und beobachten seine Bewegung. Unter anderem wollen wir wissen, ob es überall auf der Erde Geister gibt.
Später richten wir Fragen an ein elektronisches Gerät und versuchen, die hörbaren Ausgaben zu verstehen. Dabei entsteht auch ein Gespräch darüber, wie eine Antwort zu einer vorherigen Frage passt. Dieser Moment ist im Film geblieben: Wir fragen nach und versuchen einzuordnen, was wir gerade hören.
Zur letzten Station geht es noch einmal hinauf. Dort wird ein schwarzer Spiegel erklärt; auch Michi ist beim abschließenden Versuch zu sehen.
Im Laufe dieser Nacht hatten wir an den vier Stationen mehrere Erlebnisse, die wir als Kontakte zu einer anderen Welt empfanden. Wir führten verschiedene Befragungen durch und hatten dabei immer wieder das Gefühl, Antworten zu bekommen. Für uns waren es viele Antworten auf viele Fragen – zur möglichen anderen Welt ebenso wie zu dem Gegenüber, das wir anzusprechen glaubten.
Die drei Filme zeigen Ausschnitte dieser Kontakte und Befragungen, so wie wir sie erlebt haben: unsere Fragen, die Reaktionen, die wir als Antworten deuteten, und unsere Gespräche darüber. Nicht jede Antwort ließ sich für uns sofort einordnen. Gerade deshalb fragten wir weiter und tauschten uns miteinander aus.
Antworten im Dunkeln
Gemeinsam am Board, Fragen an ein elektronisches Gerät und unsere letzte Station. Die Suche nach Antworten geht weiter.
2:42 Minuten · Schloss Fürsteneck
Originalaufnahmen · 19. September 2026
Ton und Vollbild im Player. Video einzeln öffnen
Was diesmal anders war
Die größte Veränderung liegt für mich in meinem eigenen Umgang mit dieser Nacht. Nach Halloween 2015 hatte ich lange mit den Erlebnissen zu tun. Diesmal konnte ich mich auf die Versuche einlassen, ohne dass mich die Vorstellung des Unerklärlichen auf dieselbe Weise erschreckte.
Wir sind mit Freunden zurückgekehrt, haben gemeinsam ausprobiert und wieder viel erlebt. Manche Momente lassen sich für uns bis heute nicht erklären. Für uns hatten sie etwas von einem Kontakt mit einer anderen Welt. Uns ist bewusst, dass andere Menschen dieselben Aufnahmen anders deuten können.
Deshalb möchten wir euch unsere Erlebnisse und die Videos zeigen. Was ihr darin seht und wie ihr es für euch einordnet, bleibt euch überlassen.
Für mich bleibt vor allem eines: Ich bin an einen Ort zurückgekehrt, den ich sehr lange nicht mehr besuchen wollte. Und ich kann heute anders mit dem umgehen, was mich damals so beschäftigt hat.
Habt ihr selbst schon etwas erlebt, für das ihr bis heute keine Erklärung habt?
Bildhinweis: Das Titelbild ist eine mit KI gestaltete atmosphärische Collage auf Grundlage unseres bereitgestellten Covermotivs. Es zeigt nicht das historische Foto von 2015. Die Videos stammen von unserer Rückkehr im September 2026.
Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde aus Silvios persönlicher Schilderung und den drei bereitgestellten Videos mit KI-Unterstützung ausgearbeitet, von Silvio geprüft und zur Veröffentlichung freigegeben. Mehr über unsere Arbeit mit KI.
