Es gibt Orte, die man besucht. Und es gibt Orte, die für immer Teil der eigenen Geschichte bleiben.

Dubai gehört für Michi und mich ganz eindeutig zur zweiten Kategorie. Denn dort hat unsere gemeinsame Geschichte begonnen: Im Dezember 2008 lernten wir uns auf einer AIDA-Reise in Dubai kennen.

Das ist inzwischen viele Jahre her. Aber wenn wir heute an Dubai denken, denken wir nicht zuerst an Wolkenkratzer, Shoppingmalls oder Luxushotels. Wir denken daran, wie alles mit uns angefangen hat.

Die genaue Geschichte unseres Kennenlernens erzählen wir noch in einem eigenen Artikel. Sie verdient ihren ganz persönlichen Raum. Aber ohne diesen Anfang lässt sich kaum erklären, warum Dubai für uns so besonders ist.

Unsere Stadt – und gerade doch so weit entfernt

Normalerweise hätten wir längst wieder darüber gesprochen, wann wir das nächste Mal nach Dubai fliegen. Momentan fühlt sich dieser Gedanke jedoch anders an.

Was im Nahen Osten geschieht, macht uns betroffen. Die Lage ist schwer einzuschätzen und kann sich jederzeit verändern. Das Auswärtige Amt rät mit Stand vom 28. Juli 2026 von nicht notwendigen Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Es beschreibt die regionale Sicherheitslage als volatil und weist darauf hin, dass weitere militärische Entwicklungen und Einschränkungen des Flugverkehrs nicht ausgeschlossen werden können.

Externer Link zu den aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts – erst ein Klick öffnet die externe Seite.

https://www.auswaertiges-amt.de/de/reiseundsicherheit/vereinigtearabischeemiratesicherheit-202332

Das bedeutet nicht, dass wir Dubai plötzlich anders sehen oder Angst verbreiten wollen. Es bedeutet nur: Für uns wäre eine Urlaubsreise momentan nicht unbeschwert. Und gerade weil Dubai für uns mit so vielen schönen Erinnerungen verbunden ist, macht uns das traurig.

Dubai ist für uns nicht irgendein Reiseziel. Es ist der Ort, an dem aus Michi und Silvio irgendwann ‚wir‘ wurde.

Für Michi ist Dubai ein Modeparadies

In den großen Malls findet man eine außergewöhnliche Auswahl internationaler Labels. Man kann dort nicht nur einkaufen, sondern einen ganzen Tag verbringen. Die Dubai Mall ist aktuell täglich bis Mitternacht geöffnet; Restaurants und Food Courts schließen freitags bis sonntags teilweise sogar erst um ein Uhr nachts.

Externer Link zu den aktuellen Öffnungszeiten der Dubai Mall – erst ein Klick öffnet die externe Seite.

https://thedubaimall.com/en/plan-your-visit/opening-hours

Genau das gefällt uns: Man muss sich nicht beeilen. Man kann schauen, anprobieren, etwas essen und später noch einmal in ein Geschäft zurückkehren. Die Malls sind nicht einfach Einkaufszentren, sondern inszenierte Erlebniswelten.

Michaela in einem weißen Ensemble in einem eleganten Hotel in Dubai
Mode gehört für Michi zu Dubai – in den Malls ebenso wie in den außergewöhnlichen Hotels.
Michaela beim Einkaufen in Dubai
Dubai als Einkaufsstadt: riesige Auswahl, lange Öffnungszeiten und viel Zeit zum Entdecken.

Besonders zur Weihnachtszeit fanden wir Dubai wunderschön. Alles war aufwendig geschmückt, die Hotels strahlten und manche Dekoration erinnerte uns in ihrer Größe tatsächlich an New York. Zu Silvester haben wir dagegen die spektakuläre Seite erlebt – rund um den Burj Khalifa, mit Licht, Lasern und einer Atmosphäre, die man nicht so schnell vergisst.

In wenigen Stunden vom Winter in die Wärme

Ein weiterer Grund, warum Dubai für uns so attraktiv ist, ist die vergleichsweise kurze Anreise. Ein Direktflug von München dauert – abhängig von Fluggesellschaft, Flugplan und Richtung – ungefähr sechs bis sieben Stunden. Lufthansa nennt aktuell 5 Stunden 55 Minuten für den Hinflug und 6 Stunden 45 Minuten für den Rückflug; Emirates benötigt rund 6 Stunden 50 Minuten.

Externer Link zu den Flugzeiten bei Lufthansa – erst ein Klick öffnet die externe Seite.

https://www.lufthansa.com/lhg/de/de/o-d/cy-cy/muenchen-dubai

Externer Link zu den Flugzeiten bei Emirates – erst ein Klick öffnet die externe Seite.

https://www.emirates.com/de/german/destinations/muc/dxb/flights-from-munich-to-dubai/

Gerade im deutschen Winter ist das ideal. Während es bei uns im Dezember kalt und früh dunkel ist, fühlt sich Dubai mit durchschnittlich etwa 23 Grad angenehm sommerlich an. Für einen Aufenthalt von vier bis sechs Tagen lohnt sich das aus unserer Sicht bereits.

Im Hochsommer sieht es anders aus. Die offizielle Tourismusinformation nennt durchschnittlich rund 41 Grad. Hotels und Reisen können dann deutlich preiswerter sein, doch diese Temperaturen wären nichts für uns. Ich war einmal im April in Dubai; das konnte man noch gut aushalten. In den Monaten Mai bis September waren Michi und ich dagegen noch nie dort. Bei teilweise mehr als 40 Grad spielt sich ein großer Teil des Lebens zwangsläufig in klimatisierten Hotels, Malls, Restaurants und Fahrzeugen ab.

Michaela in einem Pool in Dubai
Wärme und Wasser gehören für uns zu Dubai – die extreme Sommerhitze wäre uns allerdings zu viel.

Hotels, die selbst zum Erlebnis werden

Wir mögen sehr gute Hotels. Wir schätzen schöne Zimmer, aufmerksamen Service und gutes Essen. Und Dubai bietet davon eine enorme Auswahl. Offizielle Tourismuszahlen zeigten bereits Mitte 2025 mehr als 152.000 Zimmer in 822 Beherbergungsbetrieben.

Externer Link zum Department of Economy and Tourism in Dubai – erst ein Klick öffnet die externe Seite.

https://www.dubaidet.gov.ae/en/newsroom/press-releases/dubai-visitors-h1-2025?print=

Eines unserer besonderen Hotels war das Palazzo Versace Dubai. Schon die Gestaltung macht deutlich, dass dieses Haus kein gewöhnliches Hotel sein möchte.

Michaela und Silvio gemeinsam in einer Hotellobby in Dubai
Ein gemeinsamer Dubai-Moment: Für uns sind die Hotels nicht nur Unterkunft, sondern Teil der Reise.

Wenn wir näher an der Sheikh Zayed Road wohnen wollten, waren wir gerne im Conrad Dubai. Dort haben wir die hoch gelegene Executive Lounge, das Essen am Nachmittag, den Service und die großzügigen Zimmer sehr geschätzt. Hilton bestätigt aktuell die Lounge mit ihrer besonderen Aussicht, nennt auf der offiziellen Seite allerdings keine genaue Etage. Deshalb erfinden wir diese Zahl nicht aus der Erinnerung.

Externer Link zu den Informationen über das Conrad Dubai – erst ein Klick öffnet die externe Seite.

https://www.hilton.com/en/hotels/dxbcdci-conrad-dubai/amenities/

Auf der Palme haben wir außerdem im Waldorf Astoria Dubai Palm Jumeirah gewohnt. Das Resort liegt am East Crescent direkt am Meer und bietet einen Privatstrand, Pools und mehrere Restaurants und Bars. Gerade diese Verbindung aus komfortablem Hotel, direktem Zugang zum Meer und der besonderen Umgebung der Palme hat uns sehr gefallen.

Offizielle Hotelinformation:
https://www.hilton.com/en/hotels/dxbpdwa-waldorf-astoria-dubai-palm-jumeirah/

Wir haben aber nicht ausschließlich Luxushotels ausprobiert. Ich war auch schon in einfachen Häusern, die damals ungefähr 50 Euro pro Nacht inklusive Frühstück kosteten. Selbst dort war meine Erfahrung erstaunlich gut. Das ist eine der Stärken Dubais: Man kann sehr viel Geld ausgeben – man muss es aber nicht zwingend.

Unsere Dubai-Momente

Essen zwischen Luxus und echtem Alltagsleben

Dubai bietet spektakuläre Restaurants mit entsprechenden Preisen. Gleichzeitig lohnt es sich, die polierte Glitzerwelt auch einmal zu verlassen und dorthin zu fahren, wo die Menschen leben und essen, die diese Stadt jeden Tag am Laufen halten.

Dort findet man Gerichte aus Indien, Pakistan, dem Libanon, den Philippinen und vielen weiteren Regionen. Häufig isst man ausgezeichnet, frisch und überraschend preiswert. Die Stadt besteht nicht nur aus goldenen Hotellobbys, Sportwagen und Luxusgeschäften. Sie wird von Menschen aus sehr vielen Ländern geprägt – und das merkt man besonders beim Essen.

So schmeckt unser Dubai

Die Metro hilft – aber Dubai bleibt weitläufig

Der Verkehr kann während der Rushhour anstrengend sein. Deshalb haben wir häufig die Dubai Metro genutzt. Besonders praktisch ist die rote Linie: Sie verbindet unter anderem das World Trade Centre, den Burj Khalifa mit der Dubai Mall und die Mall of the Emirates.

Externer Link zur offiziellen Streckenübersicht der Dubai Metro – erst ein Klick öffnet die externe Seite.

https://www.rta.ae/wps/portal/rta/ae/public-transport/metro-stations-map

Dabei darf man Entfernungen in Dubai nicht mit europäischen Innenstädten vergleichen. Was dort als „direkt vor der Tür“ gilt, kann durchaus noch 500 oder 600 Meter Fußweg bedeuten. Das Metronetz ist nicht so engmaschig wie in vielen europäischen Großstädten. Auch von einer Station bis zum eigentlichen Eingang einer Mall kann noch ein längerer Weg vor einem liegen – teilweise über große Verbindungswege und klimatisierte Übergänge.

Beim Conrad war die Metro für Dubai-Verhältnisse ausgesprochen nah. Trotzdem sollte man genügend Zeit und bequeme Schuhe einplanen. Die Metro erspart einem häufig den zähen Autoverkehr, nimmt einem aber nicht jeden Fußweg ab.

Dubai genießen – aber nicht dort leben

In deutschen Medien ist immer wieder von Influencern und Unternehmern zu lesen, die ihren Wohnsitz nach Dubai verlegen. Häufig spielen neben Sonne, Sicherheit und Luxus auch die steuerlichen Bedingungen eine Rolle. Gerade zuletzt wurde die Verbindung aus Influencer-Leben, deutschem Publikum und Wohnsitz in Dubai wieder intensiv diskutiert.

Externer Link zum Bericht von ZDFheute über deutsche Influencer und steuerliche Fragen – erst ein Klick öffnet die externe Seite.

https://www.zdfheute.de/panorama/influencer-steuerfahnder-steuerhinterziehung-jaeger-100.html

Für uns hat diese Vorstellung jedoch nie eine Rolle gespielt.

Wir lieben Deutschland. Wir lieben Bayern, unsere Heimat und unser gemeinsames Leben hier. Wir leben gerne in Deutschland und zahlen hier auch gerne unsere Steuern. Dubai war für uns niemals eine Alternative zu unserem Zuhause und erst recht kein Ort, an den wir aus steuerlichen Gründen auswandern wollten.

Dubai war und ist für uns etwas anderes: ein Ort, an den wir für einige Tage fliegen, vollständig eintauchen und möglichst viel erleben können. Wir genießen die Wärme, die Hotels, die Mode, das Essen und diese besondere Energie. Nach vier bis sechs intensiven Tagen freuen wir uns aber genauso auf den Rückflug.

Dann freuen wir uns wieder auf unsere wunderschöne Wohnung, auf Bayern, auf unsere Familie – und natürlich auf unseren Amadeus.

Wir warten auf den richtigen Moment

Und genau deshalb schmerzt die derzeitige Situation. Wir vermissen nicht einen möglichen neuen Wohnort. Wir vermissen einen besonderen Teil unserer gemeinsamen Geschichte, den wir momentan nicht unbeschwert besuchen können.

Dubai ist nicht perfekt. Der Verkehr nervt, manches ist übertrieben und die Stadt verändert sich manchmal schneller, als man schauen kann. Aber Dubai ist der Ort, an dem Michi und ich uns kennengelernt haben. Das kann keine neue Attraktion und kein noch so spektakuläres Hotel übertreffen.

Also warten wir. Auf einen Zeitpunkt, an dem wir wieder mit Vorfreude buchen, an unsere gemeinsame Geschichte denken und ohne dieses ungute Gefühl zurückkehren können.

Unser Dubai-Video

Suk Dubai, wir zwei im Überlebensmodus

In diesem Reel seht ihr uns beim Spaziergang durch einen typischen Gewürzmarkt und Suk – mittendrin im Trubel und praktisch ohne Pause angesprochen.

https://www.instagram.com/reel/DR6jPPtDB5u/

Externer Link zu unserem Reel auf Instagram – erst ein Klick öffnet Instagram. Dabei gelten die Datenschutzbestimmungen der Zielplattform.

Was bedeutet Dubai für euch?

Welche Stadt ist für euch mit einem ganz besonderen Moment verbunden? Und würdet ihr momentan nach Dubai reisen oder lieber noch abwarten? Schreibt uns eure Gedanken und Erinnerungen in die Kommentare.

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Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel beschreibt unsere persönlichen Reiseerfahrungen und unsere persönliche Entscheidung. Die Sicherheitslage kann sich kurzfristig verändern. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Hinweise offizieller Stellen.

Transparenzhinweis: Der Text wurde mit Unterstützung von MichiAI und Codex redaktionell ausgearbeitet. Die persönlichen Erlebnisse, Bilder und Wertungen stammen von Michaela und Silvio Hoppe; die Endfassung wurde von Silvio geprüft und freigegeben. Mehr über unsere Arbeit mit KI.